Marc Leonardi, Donnerstag 20 August 2026Eine Vorschau oder ein Kontrastwert kann nicht beweisen, dass eine App barrierefrei ist. Sie können jedoch erstaunlich viele Barrieren beseitigen, bevor formelle Tests überhaupt beginnen.Mobile Barrierefreiheit reicht weit über den Farbkontrast hinaus. Typografie, Abstände, Navigation, Touch-Ziele, Beschriftungen, Bewegung, Medien und das Verhalten mit assistiven Technologien beeinflussen ebenfalls, ob eine Person eine Aufgabe abschließen kann.Die WCAG wurden für Webinhalte entwickelt. Die WCAG2Mobile-Empfehlungen des W3C erläutern, wie die Kriterien der WCAG 2.2 auf den Stufen A und AA auf native, webbasierte und hybride mobile Apps angewendet werden können. Das Dokument ist informativ, keine eigenständige normative Mobil-Norm, und reicht allein nicht aus, um die Barrierefreiheit einer App nachzuweisen.Diese Checkliste unterscheidet zwischen zentral konfigurierbaren Punkten und Aspekten, die im veröffentlichten Produkt weiterhin geprüft werden müssen:BereichErste PrüfungZu konfigurieren oder zu testenFarbkontrastTexte, Hintergründe, Bedienelemente und ZuständeGlobale Farben festlegen und jedes Kontrastpaar prüfenTypografie und AbständeLesbare Standardwerte, Umbrüche und VergrößerungGlobale Texthierarchie und Ränder konfigurierenNavigationKlare Ziele und BeschriftungenApp-Struktur, Beschriftungen und Navigation konfigurierenTouch-ZieleBedienelemente lassen sich leicht bedienenGenerierte App auf Geräten prüfenScreenreaderNamen, Rollen, Zustände und FokusreihenfolgeGenerierte iOS- und Android-Apps testenBewegungEffekte bleiben sinnvoll und optionalAnimationen und Haptik konfigurieren, dann Systemeinstellungen testenMedienUntertitel, Transkripte und TextalternativenAlternativen bei Erstellung und redaktioneller Prüfung ergänzenPWA-InteraktionTastatur, Zoom, Fokus und responsive LayoutsVeröffentlichte PWA in Browsern testen