ASO-Leitfaden: So steigern Sie Ihre Downloads im App Store und im Play Store
Written by Marine Bousseau on
*ASO ist ein Thema, das wir regelmäßig im GoodBarber-Blog behandeln — sei es durch unsere Tipps zur Beschreibung Ihrer App in den Stores oder dazu, wie man eine App bewirbt. Aber wenn wir unsere Ressourcen durch den Rat einer Expertin aus der Praxis ergänzen können, lassen wir uns das nicht entgehen.
Bei der Zusammenarbeit mit Claire an einem No-Code-Video "Das unglaubliche No-Code-Tool, das noch niemand kennt " haben wir Marine entdeckt. Claire erzählte uns, dass sie von Marine begleitet wurde, um die Sichtbarkeit ihrer App in den Stores zu optimieren — mit konkreten Ergebnissen.
Marine begleitet regelmäßig App-Entwickler, Agenturen und Freelancer bei ihrer mobilen Akquisitionsstrategie — durch Artikel, Masterclasses und Workshops. Genau dieser praxisnahe, aktuelle und ergebnisorientierte Blick hat uns überzeugt, ihr im GoodBarber-Blog freie Hand zu lassen.* Warum ASO keine Option ist
ASO (App Store Optimization) ist eine Reihe von Techniken, um eine mobile App im App Store und im Play Store besser zu platzieren. Wenn Sie SEO (Search Engine Optimization) für Websites kennen, ist es genau dasselbe Prinzip — nur für Stores. Der Unterschied? Die Spielregeln sind für den App Store und den Play Store nicht identisch (sonst wäre es zu einfach).
Konkret ermöglicht ASO Ihrer App:
- Gefunden zu werden → in den Suchergebnissen erscheinen, wenn ein Nutzer etwas sucht
- Downloads zu generieren → diesen Besucher in einen Download umzuwandeln, sobald er auf Ihrer Produktseite ist (= die Seite Ihrer App in den Stores)
Wenn Sie diesen Artikel lesen, haben Sie wahrscheinlich eine bereits veröffentlichte oder in Entwicklung befindliche App und fragen sich, wie Sie Downloads erhalten.
Warum ASO wirklich unverzichtbar ist
Die Zahlen sprechen für sich:
- 65 bis 75 % der Downloads in den Stores stammen aus einer direkten Suche im Store
- Es gibt mehr als 2 Millionen Apps im App Store und mehr als 3 Millionen im Play Store
- Der durchschnittliche Nutzer verbringt weniger als 7 Sekunden damit zu entscheiden, ob er eine App herunterlädt oder nicht
Mein Fazit ist klar: Wenn Sie nicht in den ersten Suchergebnissen sichtbar sind, existieren Sie nicht. Und selbst wenn Sie erscheinen, haben Sie 7 Sekunden, um zu überzeugen.
Und genau hier sehe ich eine enorme Chance. Warum? Weil, wie ich in der Praxis beobachte, die meisten Apps keinerlei Aufwand für ASO betreiben. Sie optimieren ihre Produktseite einmal und kümmern sich danach nie mehr darum.
Das ist Ihr Wettbewerbsvorteil!

Nur sieht die Realität eher so aus:

Stellen Sie sich zwei Dominosteine vor. Der erste ist Ihr Produkt: Ihre App, an der Sie wochenlang gearbeitet haben. Der letzte sind die Installationen — Ihr Ziel.
Was Sie hier sehen, ist das, was passiert, wenn Sie dem Marketing-Aspekt Ihrer App keine Aufmerksamkeit schenken.
Sie können die beste App der Welt haben, aber wenn niemand sie findet… lädt sie niemand herunter.

ASO (App Store Optimization) ist buchstäblich die Reihe von Dominosteinen, die Ihr Produkt mit den Installationen verbindet.
Es sind all diese Elemente, die zusammen eine Kettenreaktion auslösen:
- Keywords & Metadaten → Die Schlüsselwörter und Metadaten, die Ihrer App ermöglichen, in den Suchergebnissen aufzusteigen und damit in den Stores gefunden zu werden.
- Visuals → Die Screenshots, Icons und Videos, die Lust machen, die App herunterzuladen, und zur Aktion animieren.
- Sozialer Beweis → Bewertungen und Rezensionen, die Vertrauen schaffen und konvertieren.
Zusammengefasst:
Sichtbarkeitskriterien in den Stores optimieren → eine bessere Position in den Suchergebnissen erzielen
→ mehr organische (= kostenlose) Downloads generieren.
Wie funktioniert der Store-Algorithmus? (Einfache Version)
Ich werde nicht auf ultra-technische Details eingehen, aber hier ist, was Sie verstehen müssen: Der App Store (iOS) und der Play Store (Android) funktionieren wie Suchmaschinen.
Wenn ein Nutzer "Meditation" in die Suchleiste tippt, entscheidet der Algorithmus, welche Apps zuerst angezeigt werden. Diese Entscheidung basiert auf mehreren Kriterien, die je nach Store variieren:
App Store (Apple)
App-Name
Untertitel
Keywords-Feld
Anzahl der Downloads
Gesamtzahl der Bewertungen
Anzahl der 5-Sterne-Bewertungen
Anzahl der Rezensionen
Keywords in Rezensionen
Kürzliches Update
Play Store (Google)
App-Name
Kurzbeschreibung
Lange Beschreibung
Anzahl der Downloads
Gesamtzahl der Bewertungen
Anzahl der 5-Sterne-Bewertungen
Anzahl der Rezensionen
Keywords in Rezensionen
Kürzliches Update
Vereinfacht gesagt ruht ASO auf zwei Säulen:
- Sichtbarkeit (gefunden werden)
- Auswahl der richtigen Keywords
- Optimierung von Titel und Untertitel
- Optimierung der Beschreibungen
- Positive Bewertungen und Rezensionen
- Konversion (zum Download animieren)
- Auffälliges Icon
- Durchdachte Screenshots
- Preview-Video
- Positive Bewertungen und Rezensionen
Eines ohne das andere funktioniert nicht. Sie können die besten Keywords der Welt haben, aber wenn Ihre Produktseite nicht überzeugt, wird niemand herunterladen. Und umgekehrt: Die schönste Produktseite der Welt nützt nichts, wenn sie niemand findet. Das ist die eigentliche Herausforderung von ASO: die Dominosteine auf beiden Seiten auszurichten.
Häufige ASO-Fehler, die Sie vermeiden sollten
Metadaten-Genauigkeit — die goldene Regel:
Apple ist in diesem Punkt unnachgiebig: Alle Ihre Metadaten (Beschreibung, Screenshots, App Preview, Datenschutzinformationen) müssen die tatsächliche Haupterfahrung Ihrer App widerspiegeln. Bei Nichtkonformität kann Apple Ihre App beim App Review ablehnen, sie aus dem Store entfernen oder sogar Ihr Entwicklerkonto sperren. Dies nennt Apple Guideline 2.3. Konformität ist keine Option — sie ist die absolute Voraussetzung für jede ASO-Strategie.
Klassische Fehler in den Textmetadaten
Im Keywords-Feld sind verschiedene Praktiken von Apple explizit verboten und können zu einer Ablehnung führen:
- Den Namen Ihrer eigenen App verwenden (verschwendeter Platz — sie ist bereits indexiert)
- Markennamen oder Namen von Konkurrenz-Apps verwenden
- Irrelevante Begriffe einzuschließen, die nicht zur App-Erfahrung passen
Der Werbetext dient nicht zur Keyword-Speicherung
Das ist ein häufiger Fehler. Apple bestätigt es schwarz auf weiß: Der Werbetext beeinflusst das Ranking in den Suchergebnissen nicht. Sein einziger Vorteil ist, dass er ohne Einreichung einer neuen App-Version geändert werden kann — er sollte daher für aktuelle Mitteilungen reserviert werden (Aktionen, Events, neue Funktionen). Es ist ein Text, der über Ihrer Beschreibung im App Store erscheint:

Die Beschreibung ist kein Ranking-Feld
Entgegen der landläufigen Meinung listet Apple (anders als Google) die Beschreibung nicht unter den Feldern auf, die die textuelle Relevanz in der Suche beeinflussen. Die Beschreibung mit Keywords zu füllen, hat daher keinen Effekt auf das Ranking. Sie spielt jedoch eine wichtige Rolle bei der Konversion: Der erste Satz ist besonders entscheidend, denn das ist es, was der Nutzer sieht, bevor er auf "Mehr" klickt.
Regelmäßige Updates
Apple empfiehlt, Ihre Metadaten mit jeder neuen Version aktuell zu halten. Das Feld "What's New" (max. 4.000 Zeichen) muss die vorgenommenen Änderungen beschreiben. Eine regelmäßig aktualisierte App sendet ein positives Signal — sowohl an Nutzer als auch an den Algorithmus.
Fokus auf Play Store ASO (Google)

Der Titel
Wie im App Store ist der Titel auf 30 Zeichen begrenzt. Google gibt an, dass er "besonders nützlich" ist, damit Nutzer Ihre App finden und verstehen. Die gleichen Regeln des gesunden Menschenverstands gelten: Wählen Sie einen klaren und möglichst kurzen Namen.
Vorsicht vor von Google verbotenen Praktiken: keine wiederholten Emojis, keine übermäßigen Großschreibungen (außer wenn es Ihre Marke ist), keine Erwähnungen wie "App Nr. 1" oder Ranking-Abzeichen. Die Nichtbeachtung dieser Regeln kann zu einer Sperrung führen.
Die Kurzbeschreibung
Auf 80 Zeichen begrenzt, erscheint sie unter dem Titel in den Suchergebnissen und im Listing. Dies ist ein wertvoller Platz, um den Nutzer schnell zu überzeugen. Google ist in einem Punkt klar: Das Füllen dieses Feldes mit Keywords "hat keine Auswirkungen auf das Ranking" und schadet der Nutzererfahrung. Bevorzugen Sie eine natürliche und wirkungsvolle Formulierung.
Die lange Beschreibung
Auf 4.000 Zeichen begrenzt, ist dies der Ort, an dem Sie Ihre App im Detail vorstellen. Anders als der App Store indexiert Google den Inhalt der Beschreibung für die Suche — sie spielt daher eine sehr wichtige Rolle bei der Auffindbarkeit. Aber auch hier sanktioniert Google ausdrücklich die repetitive und irrelevante Verwendung von Keywords: Dies kann zur Sperrung Ihres Listings führen. Schreiben Sie zuerst für den Nutzer, mit natürlich integrierten Keywords, aber mit einer gewissen Häufigkeit für die 5 Haupt-Keywords.
Keywords
Bei Google Play gibt es kein verstecktes Keywords-Feld: Alles läuft über den Titel, die Kurzbeschreibung und die vollständige Beschreibung. Ihre Keywords müssen daher natürlich in diese Texte integriert werden, mit einer angemessenen Dichte.
Android Vitals: Ein Kriterium, das es im App Store nicht gibt
Dies ist der große strukturelle Unterschied zwischen den beiden Stores: Google dokumentiert ausdrücklich, dass die technische Performance Ihrer App ihre Auffindbarkeit beeinflusst. Wenn Ihre App bestimmte Schwellenwerte für schlechtes Verhalten überschreitet (Absturzrate, ANR — Application Not Responding), wird sie "likely to be less discoverable" — also weniger sichtbar in den Ergebnissen. Google kann sogar direkt in Ihrem Listing eine Warnung anzeigen. Dies ist ein ASO-Hebel, den Apple beim Ranking weit weniger dokumentiert, obwohl wir vermuten, dass er auch dort existiert.
Screenshots
Das Icon muss im PNG-Format mit 32 Bit und Transparenz vorliegen, bei 512×512 Pixeln, und darf 1024 KB nicht überschreiten. Es erscheint in Suchergebnissen, Rankings und im Listing.
Das Präsentationsbild ist im JPEG- oder PNG-Format mit 24 Bit ohne Transparenz, bei 1024×500 Pixeln.
Für Screenshots verlangt Google mindestens 2 Visuals. Sie können weit über Ihr Listing hinaus erscheinen — in Suchergebnissen, auf der Startseite, in Empfehlungen. Anders als im App Store erfolgt das Präsentationsvideo über eine YouTube-URL und kann je nach Bedingungen bis zu 30 Sekunden lang automatisch abgespielt werden.

Auf diesem Bildschirm sehen wir mehrfach Vertrauenselemente ("Wahl der Frauen", die 5 Sterne, "+100k Nutzer" usw.) sowie ein Beispiel für eine gewünschte Rezension, die (welche Überraschung!) Keywords enthält = "Symptome im Zusammenhang mit der Menstruation". Der Nutzer muss sich nicht den Kopf zerbrechen, um seine Rezension zu schreiben! Eine weitere interessante Methode: Sie fordern zweimal zu einer 5-Sterne-Bewertung auf — mit dem 5-Sterne-Visual, das zweimal erscheint, und indem es ausgeschrieben wird: "5-Sterne-Energie". Zusammenfassend: Ein schönes Beispiel für einen Bildschirm, um Nutzerbewertungen anzufordern!
Die Custom Store Listings (Googles Äquivalent zu Apples Custom Product Pages)
Google erlaubt Ihnen, bis zu 50 personalisierte Listings mit unterschiedlichen Texten, Icons und Assets je nach Zielsegment zu erstellen.

Die Kurzbeschreibung
Ebenfalls auf 30 Zeichen begrenzt, erscheint sie unter dem Namen im gesamten App Store. Es handelt sich um ein von Apple für die Suche indexiertes Feld — daher ist es ein wertvoller Platz, um Keywords zu platzieren, die Sie nicht im Titel unterbringen konnten.
Die Keywords
Im App Store haben Sie ein dediziertes Keywords-Feld mit 100 Zeichen — das ist Ihr wichtigster strategischer Bereich außerhalb von Titel und Untertitel. Jedes Zeichen zählt. Vermeiden Sie Leerzeichen nach Kommas, verwenden Sie keine Artikel oder Präpositionen (sie bringen nichts).
Screenshots
Screenshots sind weit mehr als ein Konversionselement: Apple gibt an, dass sie direkt in den Suchergebnissen erscheinen können — insbesondere wenn keine App Preview verfügbar ist. Die ersten Visuals sind daher doppelt wichtig — sie beeinflussen sowohl den Klick aus den Suchergebnissen als auch die Download-Entscheidung auf der Produktseite.
Technische Anforderungen: Sie können zwischen 1 und 10 Screenshots pro Geräteformat hochladen. Akzeptierte Formate sind .jpeg, .jpg und .png. Die Abmessungen sind gerätespezifisch (iPhone, iPad usw.), daher müssen Visuals für jede Größe vorbereitet werden.
Best Practice: Achten Sie besonders auf die ersten 3 Screenshots, da diese in den Suchergebnissen angezeigt werden. Sie müssen den Hauptwert der App auf einen Blick kommunizieren, ohne dass der Nutzer auf die Produktseite klicken muss.
Hinweis: Sie haben jetzt die Möglichkeit, spezifische Screenshots je nach gesuchten Keywords anzuzeigen.
App Previews (Videos)
Die App Preview ist das Präsentationsvideo Ihrer App. Es ist optional, aber empfohlen, da es ebenfalls in den Suchergebnissen erscheint und die Konversionsrate erheblich verbessern kann.
Technische Anforderungen:
- Maximal 3 Previews pro Geräteformat
- Dauer: zwischen 15 und 30 Sekunden
- Maximale Dateigröße: 500 MB
- Genaue Videospezifikationen gelten je nach Zielgerät
Best Practice: Wenn Sie eine App Preview haben, wird diese in den Suchergebnissen vorrangig vor Screenshots angezeigt. Stellen Sie sicher, dass die ersten Sekunden wirkungsvoll und repräsentativ für die Haupterfahrung der App sind.
Ein wichtiger Compliance-Punkt
Apple ist streng: Ihre Screenshots und Previews müssen die tatsächliche Erfahrung der App widerspiegeln. Jede irreführende Darstellung kann zu einer Ablehnung beim App Review führen.
Custom Product Pages
Apple ermöglicht es Ihnen, personalisierte Produktseiten zusätzlich zu Ihrer Hauptseite zu erstellen. Der ASO-Vorteil ist doppelt: Jede Custom Product Page kann eigene Screenshots, Previews und Werbetexte haben — und vor allem kann sie mit spezifischen Keywords verknüpft werden, die sie in den Suchergebnissen erscheinen lassen. Es ist ein leistungsstarker Hebel, um unterschiedliche Zielgruppen mit einer angepassten Botschaft anzusprechen, ohne Ihre Hauptseite zu verändern.
Zum Beispiel wurden für die App FLO (Menstruationszyklusverfolgung) viele Produktseiten erstellt, jede auf ein bestimmtes Zielpublikum oder eine Funktion ausgerichtet.

Nutzungssignale
Google ist explizit: Das Suchranking basiert auf einer Kombination aus Bewertungen, Rezensionen, Downloads und anderen Faktoren. Wie im App Store ist es Teil der ASO-Strategie, zufriedene Nutzer zu ermutigen, eine Rezension zu hinterlassen, und auf negatives Feedback zu reagieren.


Bewertungen & Rezensionen (Ratings & Reviews)
Apple bestätigt es ausdrücklich: Bewertungen und Rezensionen können das Ranking in den Suchergebnissen beeinflussen. Zwei wichtige Punkte, die Sie bei Ihren Konkurrenten analysieren sollten:
- Gesamtzahl der Bewertungen und Rezensionen
- Anzahl der 5-Sterne-Bewertungen
- Anzahl der 5-Sterne-Rezensionen
Das Vorhandensein von Keywords im Text der Rezensionen (Apple indexiert den Inhalt von Rezensionen, was die Relevanz Ihrer App für bestimmte Suchanfragen stärken kann). Das ist auch der Grund, warum das Ermutigen zufriedener Nutzer zu einer Rezension eine echte ASO-Taktik ist.
In-App Events
In-App Events sind Ereignisse, die Sie direkt über App Store Connect erstellen (Funktionsstart, Challenge, Wettbewerb usw.). Sie erscheinen als Karten in den Suchergebnissen, basierend auf dem Nutzerverlauf. Es ist eine zusätzliche Sichtbarkeitsfläche, die zu Ihrem regulären Ergebnis hinzukommt.
Das Herzstück: Wie bestimmt man die richtigen Keywords für seine mobile App?
Warum das die Grundlage von allem ist
Bevor Sie irgendetwas optimieren — Titel, Untertitel, Keywords, Beschreibung — müssen Sie wissen, auf welche Keywords Sie setzen wollen. Gute Keyword-Recherche bedeutet zu verstehen, wie Ihre potenziellen Nutzer nach einer App wie Ihrer suchen. Nicht wie Sie Ihre App beschreiben, sondern wie sie danach suchen. Das sind oft zwei sehr unterschiedliche Dinge.
Die drei Arten von Keywords, die Sie identifizieren müssen
- Der erste Typ sind Marken-Keywords: der Name Ihrer App und Ihres Unternehmens.
- Der zweite Typ sind generische Keywords: Sie beschreiben, was Ihre App im Allgemeinen tut ("Meditation", "Kalorientracking", "Sprachlernen").
- Der dritte Typ sind Long-Tail-Keywords: spezifischer, weniger wettbewerbsintensiv, aber oft besser in der Konversion ("Meditation für Anfänger", "kostenloser Kalorienzähler").
Die Recherche-Methode
Der erste Schritt ist Brainstorming. Listen Sie alle Begriffe auf, die Ihre App beschreiben: ihre Hauptfunktion, ihre Nebenfunktionen, das Problem, das sie löst, die Zielgruppe, die sie anspricht. Beziehen Sie Außenstehende mit ein — sie werden natürlich das Vokabular Ihrer zukünftigen Nutzer verwenden.
Der zweite Schritt ist die Erkundung in den Stores. Geben Sie Ihre Keywords in die Suchleiste des App Stores und des Play Stores ein und beobachten Sie die automatischen Vorschläge — das sind echte Nutzeranfragen. Schauen Sie sich auch die Listings Ihrer direkten Konkurrenten an: Welche Wörter verwenden sie in Titel, Untertitel und Beschreibung?
Der dritte Schritt ist die Analyse mit dedizierten Tools. Tools wie AppFollow, AppTweak oder Sensor Tower liefern wertvolle Daten: das geschätzte Suchvolumen eines Keywords, seinen Schwierigkeitsgrad (d. h. die Stärke des Wettbewerbs für diesen Begriff) und die Keywords, auf denen Ihre Konkurrenten bereits ranken.
Analysieren Sie Ihre Konkurrenten!
Die Wettbewerbsanalyse ist ein oft unterschätzter Schritt — doch genau sie ermöglicht es Ihnen, die Standards Ihrer Kategorie zu verstehen, Positionierungsmöglichkeiten zu identifizieren und das Rad nicht neu zu erfinden. Ihre Konkurrenten haben bereits Dinge getestet: Ihre Listings, Keywords und Visuals sind wertvolle Informationsquellen.
Die richtigen Konkurrenten identifizieren
Bevor Sie analysieren, müssen Sie gut wählen, wen Sie analysieren. Das sind die Apps, die auf denselben Keywords wie Sie erscheinen. Geben Sie Ihre Haupt-Keywords im App Store und Play Store ein und notieren Sie die Apps, die systematisch in den ersten Ergebnissen erscheinen — diese müssen Sie beobachten. Erstellen Sie eine Liste mit 5 bis 10 direkten Konkurrenten, die Sie analysieren werden.
Was Sie bei jedem Konkurrenten analysieren sollten
- Der erste Punkt: Textmetadaten. Schauen Sie sich Titel, Untertitel (App Store) und Kurzbeschreibung (Google Play) an. Welche Keywords verwenden sie? Wie bauen sie ihr Wertangebot in so wenigen Zeichen auf? Suchen Sie nach wiederkehrenden Mustern — wenn alle Ihre Konkurrenten einen bestimmten Begriff verwenden, ist es wahrscheinlich ein Keyword mit hohem Volumen in Ihrer Kategorie.
- Der zweite Punkt: Bewertungen und Rezensionen. Erfassen Sie für jeden Konkurrenten die Gesamtzahl der Rezensionen, die Durchschnittsbewertung und die Anzahl der 5-Sterne-Rezensionen. Dies gibt Ihnen eine Vorstellung von dem Niveau an sozialem Signal, das Sie erreichen müssen, um wettbewerbsfähig zu sein. Lesen Sie auch die neuesten und kritischsten Rezensionen — sie zeigen die Frustrationen der Nutzer, also die Differenzierungsmöglichkeiten für Ihre App.
Lesen Sie den Textinhalt der Rezensionen. Nutzer verwenden natürlich das Vokabular, mit dem sie nach dieser Art von App suchen. Das ist eine Goldmine für Ihre Keyword-Recherche.
- Der dritte Punkt: Visuelle Assets. Analysieren Sie ihre Screenshots: Welche Botschaft wird zuerst hervorgehoben? Haben sie ein Präsentationsvideo? Diese Analyse ermöglicht es Ihnen zu erkennen, was Nutzer in Ihrer Kategorie erwarten und was Sie abheben könnte.
- Der vierte Punkt: Update-Häufigkeit. Schauen Sie sich das Datum des letzten Updates und die Häufigkeit vergangener Updates an. Eine regelmäßig aktualisierte App sendet ein positives Signal an Stores und Nutzer. Wenn Ihre Konkurrenten alle zwei Wochen aktualisieren und Sie alle sechs Monate, ist das ein ungünstiges Signal.
Wie bei der Keyword-Recherche ist die Wettbewerbsanalyse keine einmalige Übung. Richten Sie eine regelmäßige Beobachtung ein: Verfolgen Sie Updates Ihrer Hauptkonkurrenten, Änderungen in ihren Titeln oder Visuals und die Entwicklung ihrer Bewertungen.
Diese Änderungen sind oft ein Zeichen dafür, dass sie etwas Funktionierendes identifiziert haben — oder umgekehrt, dass sie versuchen, etwas zu korrigieren, das nicht funktioniert :)

Um diese Wettbewerbsanalyse effektiv durchzuführen und die Entwicklung Ihrer Keywords über Zeit zu verfolgen, benötigen Sie ein dediziertes Tool. Um ruhig zu starten, ohne ein beträchtliches Budget auszugeben, ist Astro das Tool, das ich empfehle: Für 9 $/Monat deckt es Keyword-Recherche, Positionsverfolgung und Wettbewerbsanalyse in einer einfachen und effektiven Benutzeroberfläche ab. Zu beachten: Astro ist ausschließlich dem Apple App Store gewidmet und funktioniert nur auf dem Mac — wenn Sie auch eine Android-App entwickeln, benötigen Sie ein ergänzendes Tool für den Play Store.
Kriterien für die Auswahl Ihrer Keywords
Jedes Keyword muss auf drei Achsen bewertet werden.
- Das Volumen: Wie viele Nutzer suchen nach diesem Begriff?
- Die Schwierigkeit: Wie schwer ist es, sich gegen die bestehende Konkurrenz zu positionieren?
- Die Relevanz: Entspricht dieses Keyword wirklich der Haupterfahrung Ihrer App?
Das Ideal ist es, Keywords mit ausreichendem Volumen, zugänglicher Schwierigkeit und hoher Relevanz zu finden. Für eine neue oder wenig installierte App ist es besser, Nischen-Keywords mit wenig Konkurrenz anzuvisieren, als ultra-wettbewerbsintensive generische Begriffe, bei denen Sie keine Chance haben, in den ersten Ergebnissen zu erscheinen.
Wie analysieren Sie Ihre ASO-Performance?
Die Analyse Ihrer ASO-Performance ist ziemlich einfach, wenn man weiß, wo man schauen muss. 2 Indikatoren reichen aus, um ein klares Bild davon zu bekommen, was funktioniert (oder nicht).
- Das Ranking für die Ziel-Keywords: Das Erste, was Sie überwachen müssen, ist Ihre Position in den Suchergebnissen für die Keywords, die bei der Recherche identifiziert wurden. Das Ziel ist klar: die Top 5 anstreben. Über der 5. Position kann die Klickrate drastisch sinken.
- Die Konversionsrate der Produktseite: Dies ist der KPI, um zu unterscheiden, was aus dem organischen Bereich und was aus bezahlten Kampagnen stammt (Apple Search Ads, Google Ads, Meta…).
Die Berechnung ist einfach:
Konversionsrate = (Anzahl der Downloads / Anzahl der Produktseiten-Aufrufe) x 100. Konkret: Wenn 1.000 Personen eine Produktseite aufrufen und 250 Personen die App herunterladen, beträgt die Konversionsrate 25 %. Eine gute Konversionsrate liegt schätzungsweise bei etwa 20 %.
Wenn Sie Werbung schalten, empfehle ich, immer Custom Product Pages (Personalisierte Produktseiten) zu verwenden, um organischen Traffic von bezahltem Traffic zu isolieren.
Möchten Sie tiefer eintauchen? Wenn Sie Hilfe bei Ihrer ASO-Strategie benötigen oder Ihre bezahlte Akquisition — ob auf Meta, Google oder Apple Search Ads — vertiefen möchten, zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren: marine.bousseau1@gmail.com !

Fokus auf App Store ASO (Apple)

App-Name
Die Wahl des Namens ist strategisch: Laut Apple "spielt er eine entscheidende Rolle dabei, wie Nutzer die App entdecken." Bevor Sie ihn finalisieren, kopieren Sie diesen Namen direkt in die App Store-Suchleiste. Wenn eine gut installierte App einen optisch ähnlichen Namen hat, wendet der App Store eine Rechtschreibkorrektur an, wenn Nutzer nach Ihrer App suchen — was sie zur Konkurrenz umleiten könnte. Unbedingt vermeiden.
Technische Einschränkung: Der Titel ist auf 30 Zeichen begrenzt. Je länger ein App-Name ist, desto weniger Platz haben Sie, um relevante Keywords einzubinden. Apple empfiehlt daher einen einfachen und kurzen Namen.
Design