App-Beschreibung in den Stores: 5 Fehler, die Sie vermeiden sollten
Written by Muriel Santoni on

Nachdem Sie Ihre App sorgfältig poliert haben, jedes kleinste Detail durchdacht haben, damit sie perfekt ist, und eine Reihe von Tests durchgeführt haben, ist es so weit. Es ist Zeit, sie in den Stores zu veröffentlichen und der ganzen Welt vorzustellen!
Damit Ihre Arbeit zur Geltung kommt und Sie diesen wichtigen Launch nicht verpatzen, müssen Sie sich noch auf einen wesentlichen Teil des Veröffentlichungsprozesses konzentrieren: die Beschreibung Ihrer App in den Stores (Android und iOS).
Warum ist das wichtig?
Erstens trägt die Beschreibung Ihrer App dazu bei, das Ranking Ihrer App in den Stores zu verbessern, was man als App Store Optimization (ASO) bezeichnet.
Zweitens ist sie die einzige Möglichkeit, Ihre App zu "pitchen" und den Mobilnutzern Lust zu machen, sie herunterzuladen. Sie müssen mit wenig Text auf einem kleinen Bildschirm überzeugen. Der Verbreitungserfolg Ihrer App hängt davon ab. Jeder Download zählt.
Hier also die wichtigsten Stolperfallen, die Sie vermeiden sollten, wenn Sie die Beschreibung Ihrer App für den App Store und Google Play schreiben:
1. Ihre Screenshots vernachlässigen

Wie oben gesagt: Der Mobilnutzer surft auf einem kleinen Bildschirm. Er wird mit Informationen überflutet und scrollt schnell durch die Auswahl an Apps im Store. Ihre Visuals und die Form insgesamt müssen sorgfältig gestaltet sein, um den Blick auf sich zu ziehen, aber auch um zu zeigen, dass Sie qualitativ hochwertige Arbeit leisten. Sie haben sich Zeit genommen, eine großartige App zu bauen — vernachlässigen Sie Ihre Screenshots nicht, denn sie sind Ihr Schaufenster. Sie sollten für jeden Store in optimaler Auflösung vorliegen.
Der 1. Screenshot ist der wichtigste. Er muss den Besuchern Lust machen, die anderen Bilder anzusehen. Wenn Sie Text zu Ihren Screenshots hinzufügen, verwenden Sie lieber Handlungsverben, die dazu anregen, weiter zu schauen.

Unter iOS müssen Sie Ihre Screenshots in 3 verschiedenen Größen erstellen: 5,5 Zoll, 6,5 Zoll und 12,9 Zoll. Damit lassen sich Ihre Visuals an die gesamte Apple-Mobilgerätepalette anpassen (iPad und iPad Pro inklusive).

Für Android müssen Sie mindestens 2 Screenshots und maximal 8 hinzufügen. Es ist besser, so viele wie möglich zu verwenden, denn die Screenshots, die am besten zu dem Gerät passen, mit dem der Nutzer surft, werden zuerst angezeigt. Auch wenn es nicht obligatorisch ist, empfehlen wir, auch Screenshots für Tablets (7 und 10 Zoll) zu erstellen. Sie können auch ein weiteres Element hinzufügen: ein Vorstellungsvideo Ihrer App. Das Video wird immer an 1. Stelle in der Liste der Screenshots angezeigt.
2. Texte von schlechter Qualität schreiben
Neben der Form: der Inhalt. Um ein seriöses Bild zu vermitteln, müssen die Texte makellos sein. Tippfehler oder Rechtschreibfehler sind ein No-Go. Das wirkt sich stark auf den Erfolg Ihrer App aus. Im App Store (iOS) oder im Play Store (Android) darf die Beschreibung bis zu 4.000 Zeichen enthalten. Da schleicht sich leicht ein Fehler ein oder ein Wort wird doppelt geschrieben. Idealerweise lassen Sie Ihren Text von einer anderen Person Korrektur lesen. Außerdem ist es zu spät, Fehler zu korrigieren, sobald Ihre App im Store veröffentlicht ist. Sie müssen eine erneute Einreichung beantragen. Es ist schade, allein wegen Tippfehlern erneut einreichen zu müssen.
Schließlich müssen Sie Ihren Text an die Plattform anpassen, auf der Sie veröffentlichen. Im App Store ist es zum Beispiel verboten, eine Drittplattform in den Beschreibungen zu erwähnen. Sprich: Wörter wie "Google" oder "Android" sind aus Ihren Texten zu verbannen, sonst riskieren Sie eine Ablehnung. Außerdem ist es besser, die Produktnamen Apple wie "iPhone" oder "iPad" zu verwenden statt der Begriffe "Smartphone" oder "Tablet". Der Play Store verbietet zum Beispiel, Nutzerbewertungen in Ihrer Beschreibung anzugeben — und natürlich auch konkurrierende Marken zu verwenden.
3. Annehmen, dass jeder Ihre App kennt
Wenn man ein App-Projekt startet, muss man pädagogisch vorgehen können. Die Nutzer müssen in Sekundenbruchteilen verstehen, was Ihre App macht und welchen Nutzen sie daraus ziehen können.
Zögern Sie also nicht, so beschreibend wie möglich zu sein. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Erklärungen zu kontextualisieren oder Beispiele zu geben. Auch wenn Ihnen manche Dinge selbstverständlich erscheinen — nicht jeder hat Ihre Expertise in Ihrem Bereich. Es liegt auf der Hand, dass Sie zu technische Begriffe oder "Fachjargon" weitestgehend vermeiden sollten, um möglichst viele Menschen anzusprechen.
Wenn man von seinem Projekt begeistert ist, denkt man, dass alle den Nutzen verstanden haben: falsch. Deshalb muss man Ihren Nutzern konkret zeigen, wie sie durch den Download Ihrer App Zeit sparen oder an nützliche Informationen kommen. Der häufige Fehler besteht darin, eine Liste von Funktionen aufzuzählen, ohne zu zeigen, wie man sie im Alltag nutzt. Auch hier ist es am besten, in Ihre Vorgehensweise einzubauen, dass eine Person außerhalb Ihres Fachgebiets den Text liest, um unparteiisches Feedback zu erhalten.
Und Sie müssen Ihre Versprechen halten. Außer pädagogisch zu sein, müssen Sie absolut ehrlich über die Funktionen Ihrer App sein. Lassen Sie sich nicht von Ihrer Leidenschaft oder Ihrem überbordenden Drang mitreißen, Ihre App zu "verkaufen". Erklären Sie die Funktionen Ihrer App, ohne zu übertreiben. Eine App ist sehr leicht herunterzuladen, aber noch leichter zu löschen. Wenn Sie Ihre Versprechen nicht halten, wird Ihr Nutzer enttäuscht sein und Ihre App sofort vom Smartphone entfernen.
4. Die Länge Ihrer Texte nicht optimieren

Jeder Store hat seine Besonderheiten beim erlaubten Zeichenumfang. Sie müssen die Länge Ihrer Texte beherrschen und optimieren, um die berüchtigten Auslassungspunkte (…) am Ende Ihrer Titel oder Beschreibungen zu vermeiden.
Apple App Store:
Bei Apple darf der Name und der Untertitel der App maximal 30 Zeichen enthalten. Wenn man jedoch zum Beispiel mit einem iPhone X in den Store geht und eine Stichwortsuche macht, sieht man auf der Ergebnisseite nur die ersten 19 Zeichen des Titels und die ersten 25 Zeichen des Untertitels. Man muss erst auf die App-Seite gehen, um die berühmten 30 Zeichen zu sehen. Für mehr Wirkung sollte man vermeiden, dass auf den Suchseiten der iPhones Text abgeschnitten wird.

Tipp: Sobald man auf der App-Seite ist, gibt es auch ein Feld "Promotional Text", in das man einen Satz (maximal 170 Zeichen) vor der vollständigen Beschreibung schreiben kann. Dieses Feld ist nicht obligatorisch, aber wir empfehlen, es zu nutzen, weil es vermeidet, dass auf Ihrer App-Seite ein abgeschnittener Text sichtbar wird. Der 2. Vorteil dieses Feldes: Es lässt sich ändern, ohne die App erneut einreichen zu müssen.

Google Play Store:
Bei Google darf das Feld Titel bis zu 50 Zeichen enthalten. Aber um das Phänomen des abgeschnittenen Textes in den App-Listings zu vermeiden, sollten Sie 22 Zeichen besser nicht überschreiten. Wenn Sie mehr Infos unterbringen möchten, erlaubt Ihnen das Feld Kurzbeschreibung 80 Zeichen. Aber dieses Feld ist nur sichtbar, wenn man auf die App-Seite klickt. Einen Untertitel gibt es in den App-Listings im Play Store nicht.

Hier ist die Beschreibung der wichtigste Teil für das Ranking Ihrer App im Store. Anders als bei Apple indexiert Google nämlich den gesamten Inhalt Ihrer Beschreibung und berücksichtigt ihn beim Ranking der Apps im Play Store. Deshalb sollten Sie das Maximum an möglichen Zeichen (4.000) nutzen und nicht vergessen, Ihre wichtigsten Keywords einzubinden.
Tipp: Im Google Play kann man beim App-Build seinen Package Name festlegen. Üblicherweise ist er so aufgebaut: "com.myapp.example". Er ist am Ende der URL der App sichtbar. Was bringt es, ihn anzupassen? Sie können dort ein Keyword einfügen, um die Auffindbarkeit Ihrer App zu verbessern. Wählen Sie ihn sorgfältig, denn er lässt sich später nicht mehr ändern.
5. Vergessen, Ihre App zu "verkaufen"
Wenn Sie Ihre Beschreibung ausfüllen, ist Ihr Projekt fast am Ziel. Aber denken Sie nicht, dass der Erfolg garantiert ist, nur weil Ihre App in den Stores landet. Sie müssen Ihren Besuchern Lust machen, Ihre App herunterzuladen. Und dafür müssen Sie argumentieren. Deshalb sind Ihre Texte wichtig.
Titel und Untertitel
Die Texte, die man sieht, ohne die App-Seite zu öffnen, sind die wichtigsten. Sie müssen den Nutzen Ihrer App schnell und klar beschreiben. Machen Sie kein Geheimnis daraus. Seien Sie schlicht und direkt. Im Titel und Untertitel sollten Sie Ihren Namen und gegebenenfalls einen klaren, einprägsamen Slogan anzeigen. Wenn der Surfende nicht direkt versteht, was Ihre App tut, wird er die Beschreibungsseite nicht öffnen. Wir erinnern daran, dass abgeschnittener Text möglichst vermieden werden sollte.
Vollständige Beschreibung
Im App Store ist das Feld "Promotional Text" sehr praktisch. Es ermöglicht, Ihren Untertitel zu untermauern und Interesse zu wecken. Nutzen Sie dieses Feld, um Ihre App wirklich zu bewerben. Heben Sie einen gewonnenen Preis, Ihre Wettbewerbsvorteile oder ein Zitat aus einem einflussreichen Blog oder einer Website hervor. Im Play Store erfüllt die "Kurzbeschreibung" denselben Zweck.
Für den Rest der Beschreibung können Sie die Merkmale Ihrer App ausführlicher darstellen. Vermeiden Sie aber Schwerfälligkeit. Vergessen Sie nicht, dass der Besucher auf einem kleinen Bildschirm liest. Wir empfehlen kurze Absätze (maximal 4 Zeilen) und die Verwendung von Tabulatoren oder Listen. Sie können auch Sätze oder Titel in Großbuchstaben setzen, aber Vorsicht: nicht übertreiben. Im Play Store ist es möglich, Emojis in der Beschreibung hinzuzufügen. Aber wie bei den Großbuchstaben: nicht übertreiben. Wenn sich Ihre App an Profis richtet, empfehlen wir, gar keine zu verwenden.
Keywords
Damit Sie in den Suchergebnissen leichter erscheinen, sind die Keywords, die Sie zu Ihrer Beschreibung hinzufügen, wichtig. Bei Apple ist es zudem möglich, Tags hinzuzufügen, um Ihr Ranking je nach Suche zu verbessern. Wir empfehlen, keine zu generischen Keywords (oder Tags) zu verwenden. Man muss präzise sein, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Zum Beispiel sollten Sie für eine App mit lokalen Nachrichten das Wort "Nachrichten" nicht allein verwenden. Wählen Sie lieber den Namen Ihrer Stadt, Ihrer Region, lokaler Events oder Sehenswürdigkeiten.
"Call-to-Action"
Zögern Sie nicht, am Ende der Beschreibung einen Call-to-Action hinzuzufügen, um die letzten Unentschlossenen zu überzeugen. Sie können einen Vorteil wie "lebenslang kostenlos" hervorheben oder eine Dringlichkeit erzeugen ("Laden Sie MeineApp herunter und entdecken Sie die Schätze des Alten Ägypten"). Sie können auch einen Satz wie "App von den Machern von.." oder "Ideal für.." hinzufügen. Ziel ist es, Ihre Besucher in eine Handlungsdynamik zu versetzen.
Fazit
Zusammengefasst:
1/ Schöne Screenshots erstellen und an jeden Store anpassen
2/ Sehr auf die Textqualität achten, Fehler vermeiden, Korrektur lesen lassen
3/ Einfach und klar erklären, kontextualisieren, pädagogisch vorgehen
4/ Mit den Feldgrenzen der Stores spielen, abgeschnittenen Text vermeiden
5/ Den Besuchern Lust auf den Download Ihrer App machen, den Nutzen zeigen
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Geschrieben am 24.08.2015
Aktualisiert am 28.05.2019
Aktualisiert am 07.12.2020*
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